Zerlegen und Zusammenbau meines Druckers HP-LaserJet III

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Das Wichtigste vorweg:

Das folgende ist keine offizielle Anleitung, wie man einen HP-LaserJet III fachgerecht repariert.

Ich habe mir hier lediglich für mich ganz persönlich notiert, wie ich meinen Drucker zerlegt habe. So kann ich, wenn ich das vergessen habe, einfach nochmal nachschauen.
Da ich von dieser Sache überhaupt gar keine Ahnung habe, erheben diese Aufzeichnungen weder den Anspruch richtig, vollständig noch vorteilhaft zu sein.
Außerdem möchte ich ausdrücklich niemanden dazu auffordern, irgendwelche technischen Geräte zu zerlegen oder zu reparieren, wenn er nicht über eine entsprechende Ausbildung oder sonstige fundierte Kenntnisse verfügt!
Bei solchen Arbeiten kann man sich und andere mit Werkzeugen oder mit dem Gerät verletzen oder gefährden und es könnten Gefahren vorliegen, die man als Laie nicht unbedingt erkennt!
Zu guterletzt kann es sein, dass man durch unsachgemäße Eingriffe das Gerat beschädigt oder zerstört.
Besonders Geräte, die mit elektrischen Strom betrieben werden, können sehr große Gefahren bergen! Falls Sie sich dennoch berufen fühlen, an solchen Geräten zu arbeiten, dann tun sie das nur, nachdem Sie das Gerät komplett vom Stromnetz getrennt haben! Ausschalten genügt nicht! Bevor Sie das Gerät wieder in Betrieb nehmen sollten Sie es unbedingt durch eine entsprechende Elektro-Fachkraft begutachten lassen. Andernfalls könnte der Ärger groß sein, wenn es zu einem Sach- oder Personenschaden kommen sollte.

Also: Wer nicht ganz genau weiß, was er da tut, sollte unbedingt die Finger davon lassen und den Fachmann beauftragen!

Wenn Sie also etwas tun, dann tun Sie das auf Ihr ganz eigenes Risiko. Ich lehne jegliche Verantwortung dafür ab, falls Sie das nachmachen, was ich hier getan habe!

1. Zerlegen des Druckers.

Für die folgenden Arbeiten ist ein langer Kreuzschlitzschraubendreher mit magnetischer Klinge sehr zu empfehlen.

Vorbereitende Arbeitsschritte:

  • Alle elektrischen Anschlüsse entfernen!!!
  • Papierkassette entfernen
  • Tonerkartouche entfernen und das "Türchen" offenstehen lassen.
Danach sieht das Gerät etwa so aus:

Als nächstes muss die obere Abdeckung entfernt werden. Sie ist mit drei kleinen Kreuzschlitzschrauben mit Beilagscheiben von oben befestigt. Zwei Schrauben sitzen vorn, eine hinten rechts im Bereich Fan Upper Cooling. Zusätzlich, von außen nicht zu erkennen, ist die obere Abdeckung in die, von vorn gesehen, rechte Seitenwand "eingeschnappt". Um das aufzumachen fährt mit mit einem kleinen Schraubendreher oberhalb des rückseitigen Netzschalters in den Schlitz zwischen oberer Abdeckung und Seiten-/Rückwand, mit einem zweiten Schraubendreher fährt man in den selben Schlitz, jedoch rechts, etwa sieben Zentimeter von hinten entfernt. Nun spannt man das ganze (vorsichtig !) auf und kann die Hinterseite der oberen Abdeckung hochziehen.

Danach sieht das Gerät etwa so wie auf dem Bild rechts aus:

Nun kann die, von vorn gesehen rechte, Seitenwand entfernt werden. Dazu werden einfach die beiden entsprechenden Schräubchen gelöst. Eine sitzt vorn rechts oben, die andere auf der Rückseite in der Nähe des Netzschalters.

Danach sieht das Gerät etwa so aus.

Nun kann die vordere Wand und die, von vorn gesehen linke, Seitenwand entfernt werden. Zwei Schrauben sitzen hinten links innen und die dritte befindet sich vorn links oben. Sind alle Schrauben entfernt, so muss die Leitung, die das Bedien-Pult und das Display versorgt, abgezogen werden. Dazu fasst man vorsichtig hinter die vordere Wand und drückt die beiden Kunststoffhebelchen, die das Herausfallen des Steckers verhindern, nach außen. Nun wird der Stecker frei und lässt sich leicht abziehen.

Das Bild rechts lässt die beiden Kunststoffhebelchen am linken und am rechten Rand des Steckers leider nur erahnen.

Nachdem die vordere und die linke Wand entfernt sind, sieht das Gerät etwa so aus:

Nun sollte man sich noch einmal sehr genau einprägen, wie alles ausgesehen hat, bevor man das Gerät weiter zerlegt hat.

Besonders sollte man darauf achten, welche Schrauben wo saßen und welche Schrauben ohne Zahnscheibe waren, bzw. eine Zahnscheibe hatten.

Diese beiden Bilder zeigen, nur zur Sicherheit, noch einmal den "Grundzustand".

Die Reihenfolge, in der das Gerät zerlegt wird, ist nicht beliebig. So kann z.B. das AC-Power-Modul erst entfernt werden, nachdem die Fixiereinheit ausgebaut wurde.

Das folgend dargestellte Vorgehen hat bei mir problemlos funktioniert.

Nun kann die Fixiereinheit ausgebaut werden. Dazu die vier entsprechenden Kreuzschlitzschrauben lösen. Die Fixiereinheit sorgfältig und senkrecht (!) nach oben abziehen. Verkantet man sie, so können die elektrischen Steckkontakte beschädigt werden. Achtung: die Kunststoffteile im Bereich der Fixiereinheit sind teilweise recht spröde und können leicht zerbrechen! Nach dem Entfernen der Fixiereinheit sollte das Gerät etwa so aussehen:
Als nächstes kommt das AC-Power-Modul dran. Danach sollte das Gerät etwa so aussehen:
Nach dem Entfernen der unscheinbaren schwarzen Kunststoffabdeckung des Getriebes, die mit nur einer Schraube gehalten wird, sollte das Gerät etwa so wie hier rechts abgebildet, aussehen:
Nach dem Entfernen der "Papierführung" sollte das Gerät etwa so aussehen:
Um das Gerät weiter zu zerlegen ist es notwendig das große Aluminiumblech an der Gerät-Vorderseite zu entfernen. Vorsicht: da ist von innen mit einem Klips ein kleiner Kabelbaum festgemacht und außerdem muss man eine einzelne Leitung "ausfädeln" und einen Kabelöse lösen (beim Zusammenbau nicht vergessen!). Danach sollte das Gerät etwa so aussehen:
Dasselbe sieht schräg von der Seite so aus:
Nach dem Entfernen des DC-Power-Supply sollte das Gerät etwa so aussehen:
Motor und Getriebe bilden eine Einheit und können zusammen ausgebaut werden. Danach sollte das Gerät etwa so aussehen:
Hier noch einmal eine Aufnahme, die zeigt, wie "der Rest des Gerätes" aussehen sollte, wenn es intakt ist:
An der Rückseite des DC-Power-Supply ist der Paper Control PCA angebracht. Da man ihn im zusammengebauten Gerät nicht gut sehen kann, hier ein Bild davon:
Ein Bild des Motors mit Getriebe. So sieht es aus, wenn alles in Ordnung ist.

2. Zusammenbau des Druckers.

Dabei müssen die gleichen Schritte, wie beim Zerlegen eingehalten werden, nur genau in umgekehrter Reihenfolge.

Anmerkung

  • Es geht alles ohne Kraftanstrengung und ist eigentlich "idiotensicher".
  • Alles ist leichtgängig und passt prima.
  • Kunststoffzapfen leiten einige der Baugruppen automatisch an die richtigen Stelle.
  • Schraubenlöcher verschwinden nicht von selbst. Wenn dort kein Loch ist, wo Sie eines erwarten, dann stimmt etwas nicht.
  • Falls etwas "nicht dorthin will, wo es soll" ist das mit großer Wahrscheinlichkeit ein Hinweis darauf, dass man etwas falsch macht.
  • Die meisten Schrauben sind klein und zierlich. Bitte nicht mit roher Gewalt anziehen. Immer darauf achten, dass die Zahnscheiben wieder an den richtigen Stellen eingebaut werden.
Auf folgende Punkte sollte man jedoch besonderes Augenmerk haben:
So muss beim Zusammenbau der Stecker des Motors in die entsprechende Buchse des DC-Power-Supply eingesteckt werden.
Die oben beschriebene einzelne Leitung muss, wie auf dem folgenden Bild zu sehen, durch den entsprechenden Halter laufen. Die einzelne Leitung wieder in das große Aluminiumblech an der Gerät-Vorderseite einfädeln. Den Klips für den Kabelbaum nicht vergessen, ebenso bitte nicht vergessen, die beiden Kunststoffhebelchen an Display und Tastatur zuzudrücken.

 

Vor Inbetriebnahme, das Gerät unbedingt durch eine Elektrofachkraft auf elektrische Sicherheit untersuchen lassen!